Hier mal ein kleiner Zwischenbericht für Oktober 2011

Nun aktuelle Informationen über mich, das Radfahren, meine Sponsoren bzw. die, die mich unterstützen und mein Ziel, das jetzt ein anderes ist, als noch vor ein paar Wochen. Aber dazu unten mehr. Nehmt euch Zeit zum Lesen, denn es ist nämlich viel ;-).

Seit dem letzten Rennen in Aichach hat sich einiges getan, bzw. schon davor. Meine Motivation war nicht mehr zu 100 Prozent da, darum bin ich in Aichach auch mit gut 9 kg mehr an Gewicht am Start gewesen, als noch zum Beispiel in Dachau. Aber so ist es gegen des Jahres: die Seele baumeln lassen und seit gut 2 Wochen baumeln auch meine Füße in der "Winterpause". Hab es mir einfach gut gehen lassen und auch gegessen, was ich wollte.

In dieser Zeit habe ich meine große Liebe, meine Steffi, geheiratet!!!!

Steffi und Armin

Die Dachauer Nachrichten berichteten über unsere Hochzeit

Zwischenzeitlich hatte ich es wieder auf 91 kg geschafft ;-), aber bei mir geht das ja sehr schnell und es ist Gott sei Dank auch viel Wasser. Mittlerweile bin ich wieder runter auf 81 kg, was schon recht ordentlich ist für mich. Bis Dezember will ich erstmals auf 75 kg und dann dort bleiben, um für mein Ziel nächstes Jahr absolut fit und athletisch zu sein. Habe es dieses Jahr gemerkt, abnehmen und gleichzeitig Form und Kraft aufbauen ist fast unmöglich, zumindest bei mir ... Darum möchte ich bis Dezember auf 75 kg, dann Gewicht halten und Form aufbauen – eigentlich ganz einfach :-).

Durch das Radsport Magazin Rennrad habe ich die Möglichkeit bekommen, mit professioneller Unterstützung durch den Wiener Sportmediziner und Sportwissenschaftler Dr. Rainer Hochgatterer, zu trainieren. Unter anderem steht mir auch der österreichische Extremradfahrer, RAAM-Gewinner 2011 und Profi Christoph Strasser zur Seite, um mein Ziel beim 24 Stunden Rennen in Kehlheim (650 km am Stück zu fahren) zu erreichen.

Darum liegt ab meinem Trainingsbeginn, in der nächsten Woche, mein ganzes Augenmerk auf dem 24 Stunden Rennen. Eigentlich wollte ich 2012 in das Lizenzgeschäft eingreifen, aber das werde ich nun um ein Jahr nach hinten verschieben, auch wenn es ein bisschen schwer fällt. Aber – Langstreckenrennen und Kriterien passen vom Training eben nicht zu 100% zusammen. Und wenn ich etwas mache, dann richtig.

Armin Praml

Nach meiner Wahl zum Jedermann-Radsportler 2011, für die ich in Bremen geehrt worden bin, habe ich ein weiteres Angebot für 2012 bekommen, das mich auch sehr, sehr gereizt hätte: Mit einem Amateur-Team, dem German-Cycling-Cup, die größte deutsch Rennserie mit insgesamt 10 Rennen in ganz Deutschland zu fahren. Auch dort hätte ich ein Rad zur Verfügung gestellt bekommen und weitere Annehmlichkeiten wie Anreise, Übernachtung und Leistungstests usw. gestellt bekommen. Danke für das Angebot.

Ich hab mich trotzdem für Rennrad, Christoph Strasser und das 24 Stunden Rennen in Kehlheim entschieden. Der Grund dafür ist, die gute Unterstützung und die Möglichkeit von Christoph Strasser zu profitieren, denn wenn man was lernen kann – von wem, wenn nicht von ihm????
Er ist 4828 km am Stück, das RaceAcrossAmerica/härteste Radrennen der Welt in 8 Tagen, 8 Stunden und 6 Minuten gefahren und hat sich als jüngster Sieger in die Liste geschrieben.

Durch das Radsport Magazin Rennrad, das jeden Monat ein kleines Update bringen wird, wie es gerade mit meinem Training läuft, habe ich einen gewissen positiven Druck. Und den brauche ich, damit ich weiß, für was ich mich bei Schnee um 4.30 Uhr früh aufs Rad schwinge ...

Ziele braucht der Mensch, und ich besonders ...



Kurzes über die Radübergabe und den Leistungstest in Linz

RoubaixIm Oktober fand die Radübergabe bei Specialized und die damit verbunde Sitz- und Radeinstellung statt. Ich wurde mit dem Specialized Roubaix SL Pro, sowie Schuhe, Helm und weiter Sachen ausgestattet.

Das Rad und die Schuhe wurden voll an meinen Körper angepasst, so dass ich jetzt richtig angenehm auf dem Rad sitze und die Kraft auch wirklich da hin geht wo sie soll, nämlich aufs Pedal. Großen Dank, vor allem an David Heine!!!

Armin und Christoph

Vor kurzem hatte ich dann meinen Fitness- und Leistungstest, zusammen mit Christoph Strasser in Linz bei dem Sportwissenschaflter und RAAM 2001 Betreuer von Christoph, Dr. Rainer Hochgatter. Dort wurde ein Leistungstest erstellt und nach diesen Werten soll ich die nächsten Wochen trainieren. Danke - an Rainer für die Leistungsbestimmung.

Vielen Dank auch an Tacx,

die mir ihre Rolle die Tacx Vortex T1960 zur Verfügung stellen.
So kann ich auch bei Eis und Schnee regelmäßig trainieren.


Mein Rückblick für das Jahr 2011

Nachdem das Jahr jetzt vorbei ist, möchte ich mal die Rennen 2011 im Rückblick betrachten:

Mit Platz 9 beim ersten Rennen im Allgäu war ich durchaus zufrieden. Die Woche darauf stand der City Bike Marathon in München an, wo ich mit immer noch 87 kg am Start stand und mein bis dahin bestes Rennen fuhr. Die darauf folgenden Rennen in Schrobenhausen, Abensberg, Burggen und Wartenberg waren alle okay. Jedes Mal zwischen Platz 5 und 7.

Die erfolgreichste Rennwoche war um Pfingsten. Donnerstag Platz 3 in Singen, Samstag Platz 1 in Sonthofen und am Sonntag wieder Platz 3 in Nattheim. Wobei der erste Platz in Sonthofen für mich zum hervorheben ist, da es ein Bergrennen war und ich alles andere als ein Bergfahrer bin. Abgerundet wurde der Erfolg durch Adrians zweiten Platz. Wäre es eine Bergankunft gewesen, wäre Adrian wahrscheinlich vorne gewesen, bei der Abfahrt ins Ziel half mir mein Gewicht ;-).
Wobei es wirklich egal ist, wer erster und zweiter war – es war ein Top Teamerfolg!!!!!

Beim 3 Tages Etappenrennen in Albstadt startete ich gut und kam als 7ter mit nur 21 Sekunden Rückstand zur Führungsgruppe ins Ziel. Am zweiten Tag, dem Bergrennen, verlor ich leider viel zu viel, nämlich knapp 5 Minuten auf die Führenden. Am letzten Tag, dem Rundstreckenrennen, wurde ich knapp im Schlusssprint geschlagen und kam Zeitgleich auf Rang 4, was mir in der Gesamtwertung Platz 7 einbrachte.

Hier bestätigte sich wieder, dass meine Stärken auf den schnellen flachen Strecken liegen, und ich für die Bergrennen doch noch, das ein oder andere Kilo verlieren sollte.

Mein eigentliches Ziel rückte immer näher, das Dachauer Bergkriterium. Bis 8 Wochen davor lief alles perfekt, fast zu gut. Dann kam eine Erkältung, und eine entzündete Achillessehne verdonnerte mich zu knapp 4 Wochen Pause. Zwei Wochen vor Dachau konnte ich wieder leicht trainieren, beim Kriterium in Bamberg wollte ich dann testen, wie es läuft.

Es wurde mein härtestes Rennen, nach 4 Wochen Pause gleich ein Kriterium zu fahren, war einfach zu viel. ich konnte zwar im ersten Sprint Punkte holen, aber das wars. Mein einziges Ziel war meine Punkte ins Ziel zu bringen. Das reichte mir für Platz 5.
Die Tage vor Dachau liefen ebenfalls alles andere als rund, besonders die Nacht davor war eine richtige Katastrophe. Ich war zwar am Start mit 76 kg so leicht wie noch nie, aber das half mir auch nichts.

Beim ersten Sprint wurde ich 5ter, also knapp an den Punkten vorbei. Bei den restlichen Sprints hatte ich nicht mehr viel mitzureden. So kam nur ein 11 Platz für mich heraus. Mein schlechtestes Ergebnis bei Hobbyrennen in diesem Jahr und das genau in Dachau ...

Jeder der mich kennt weiß, dass mich das sehr sehr ärgert. Und ich kann sagen: Es ärgert mich noch viel viel mehr!!!!!!!!!!! Das war der absolute Tiefpunkt 2011.

Trotz alledem wurde ich im August zu Deutschlands Jedermann Radsportler 2011 gewählt. Die Ehrung fand in Bremen, im Rahmen der Bremen Challenge statt. Dort sollte ich auch mein bestes Rennen fahren. Unter knapp 600 Fahrern kam ich im Sprint des 80 Mann starken Hauptfeldes auf Platz 6, was im Gesamtklassement Platz 10 bedeutete.

Bei den bayerischen Rennen schlug ich mich eigentlich immer recht passabel. Platz 4 in Vaterstetten, Platz 6 in Freising. In Grünwald, Aichach und Weissenburg, konnte ich jeweils auf den zweiten Platz fahren. In Freising wäre im Nachhinein betrachtet mehr drin gewesen, aber das hake ich mal unter fehlende Rennerfahrung ab.

Beim German Cycling Cup wurde ich im Sprint dritter, nur leider ist mir entgangen, dass bereits 16 Fahrer weg waren. So war es Platz 19 von 265 Startern. Auch hier schlug meine fehlende Rennerfahrung zu ;-).

Bei den 4 Rennen der Vereinsmeisterschaft konnte ich bei 3 Zielankünften so viele Punkte sammeln, dass es für Platz 3 reichte. Beim ersten Rennen fiel ich wegen eines Platten an dritter Stelle aus. Ansonsten wäre ich auf Platz 2 gekommen, was nur eine minimale Verbesserung gewesen wäre, da Platz 1 fast uneinholbar vorne lag.

Das war mal ein Rückblick auf 2011, über meine Ziele für 2012, werdet ihr auch auf meiner Homepage lesen.

Ich wünsche euch ein gutes und erfolgreiches Jahr 2012!

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