Mein lang ersehntes Ziel rückte immer näher:

Das 60. Dachauer Bergkriterium                                        15.08.2011

Die Nacht davor war nicht gerade die beste. Durch mehrere Gründe habe ich keine zwei Stunden Schlaf bekommen und in der Früh schüttet es auch noch wie aus Eimern. Letzteres war das kleinere Problem, denn meine vier wöchige, krankheitsbedingte Radpause belastete mich mehr.

60. Dachauer Bergkriterium

Am Start waren dann neben zahlreichen starken Fahrern auch noch zwei Fernsehteams, die mich keine Sekunde aus den Augen ließen und alles dokumentierten. Das war eine ganz neue Erfahrung ...

Von der Soli waren auch noch Lothar Koch, Müllera, Turbo-Andy und die Bergsau  (Adrian) ;-) am Start. Die erste Runde lief super, auch in der ersten Wertung war ich fit – dachte ich zumindest. Am Anstieg ging es aber schlechter, ich probierte es trotzdem und konnte mich auf den vierten Platz, was einen Punkt bedeutete, vorschieben.

Ein paar Meter vorm Ziel sah ich durch meinen linken Arm Adrian von hinten heranschießen. So war es auch nicht schlimm, dass der Punkt weg war, er blieb ja im Verein. Danach kam ich nicht mehr richtig gut ins Rennen, was auf meine fehlende Rennhärte der letzten vier Wochen zurückzuführen ist. Ab Runde 6 ging es mir ganz ganz schlecht, dort kam der besagte "Mann mit dem Hammer" und ich musste kämpfen um überhaupt  dran zu bleiben!!

60. Dachauer Bergkriterium

Adrian fragte mich das eine oder andere Mal ob ich nach vorne möchte, aber ich konnte auch mit dem härtesten Willen nicht. Nach den Sprints an der Kuppe des Berges musste ich jedes Mal um die 20-30 Meter Loch zu fahren. Das schaffte ich zwar immer in der folgenden Runde, nur beim nächsten Sprint war das Loch wieder da ... :-(.

In der letzten Runde gab ich nochmal alles, was ich in den Beinen hatte, fuhr das 30 Meter Loch zu und ging gleich ins vordere Drittel des Feldes. So wollte ich doch noch in der letzten Wertung Punkte holen, aber ich konnte das nicht durch ziehen und brach 200 Meter vorm Ziel ein. So reichte es nur zu Platz 11.

60. Dachauer Bergkriterium

Adrian die Bergsau machte es besser. Er konnte sich immer vorne behaupten und auch einige Male Punkte ergattern. Ein paar Mal war er knapp davor, so erreichte er einen Super siebten Rang, wobei er Punktgleich mit dem sechsten war und nur vier Punkte Rückstand auf Platz 3 hatte.
Unser Turbo-Andy fuhr trocken, also ohne Getränk auf Platz 14, Lothar Koch kam drei Plätze dahinter auf 17 und unser Müllera belegte den 19. Rang.

Ein bisschen was ärgerte mich dennoch an diesem Tag: Ein Reporter fragte, mich ob ich nicht doch ein Problem mit Adrian hätte, da er dieses Mal vor mir war und auch in der Wertung einmal vor mir den letzten Punkt ergattert hat und ich leer ausging ... Als ich sah, dass Adrian hinter mir angeschossen kam, war mir egal, dass ich keine Punkte bekam, denn dafür hatte ja Adrian die Punkte.

In Wartenberg und Sonthofen fuhr Adrian jedes Mal für mich. In Bamberg und auch heute fragte mich Adrian im Rennen, ob er mir helfen sollte, nach vorne zu fahren. Aber leider war ich da zu platt. Da Adrian zur Zeit der stärkste Hobbyfahrer der Soli ist, werde ich versuchen, in den nächsten Rennen für ihn zu fahren. Wir sind ja nicht nur im gleichen Team, sondern haben auch den gleichen Helm Zwinkernd. Soviel dazu ...

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